Monat: Juli 2019

Bist da gewesen!

Bist da gewesen!

Bist da gewesen als nichts mehr ging. Gebeuteltes Leben am Faden hing. Du sagtest nichts und betetest still. Hast mich gehalten wie Christus es will. Bin Schweiß gebadet. Der Körper ringt. Hätte mich so dem Teufel verdingt. Lange Nächte, zehrende Tage. Körper und Geist nicht in der Waage. Doch eines Morgens Attacken milder. Gefühle tanzen …

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Möchte noch einmal…

Möchte noch einmal…

Möchte noch einmal Die Küste sehen. Fernweh stillen bis bevor die Sinne gehen. Schiffe bestaunen aus anderen Ländern. Über manches meine Meinung ändern. Tide betrachten beim Gehen und Kommen. Einmal fühlen was Heimat benommen. Die Stadt umarmen die mal „meine“ war. Doch die Erinnerungen verblassen gar. Bernd Tunn – Tetje

Oh!

Oh!

Er öffnet die Tür. Vor ihm eine Frau. Darf ich hinein? Ihm wird flau. Ich suche Dich. Mein Vater bist Du. Wollte Dich sehen. Immerzu. Setzen sich gleich. Schweigen viel. Er findet schon, sie hat Stil. Will bedenken. Bittet darum. So lange her trotz warum. Nach dem Treffen liegt ihm was dran. Sie fragt zaghaft: …

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Sternenkind!

Sternenkind!

Wollten gerne Familie anstreben. Auch viel Liebe mit Dir erleben. Warst nun da, Freuten uns sehr. Stimmte was nicht. Bist nicht mehr. So leise weg wie milder Wind. Bist nun unser Sternenkind. Tiefe Leere hart und wahr. Doch im Herzen bist du uns nah. Bernd Tunn – Tetje

Brutale Dürre!

Brutale Dürre!

Brutale Dürre. Knackende Äste. Harter Boden und Knochenreste. Nichts gepflanzt. Wozu auch noch. Verdorrte Gegend nur noch Joch. Leeres Flussbett. Boot mit Leck. Einsamer Brunnen versandet im Dreck. Torkelnde Rinder geben kaum Ruh. Tapfere Menschen träumen dazu: Fruchtbarer Boden, schattiger Baum. Fischreiches Wasser, Kühler Raum. Bernd Tunn – Tetje

Er gleitet vorbei!

Er gleitet vorbei!

Schmieriger Nebel eine milchige Wand. Ausguck im Steven erkennt den Stand. ————- Die Glocke läutet: Wir sind hier! Töne verhallen in dem Revier. ———— Spannende Meilen bei tastender Tour. Steuermann warnt: Es gibt kein NUR: ———– Ein drohender Schatten gerade voraus. Konzentrierte Ruhe im Ruderhaus. ———– Er gleitet vorbei. Gerade noch so. Schemenhaft gar. Mannschaft …

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Letzte Nacht!

Letzte Nacht!

Es ist spät und Laternen funzeln. Bewohner befangen die Stirne runzeln. Denn letzte Nacht ist etwas geschehen. Den Tod in der Gasse hat Keiner gesehen. Das dumpfe Leben geht seinen Gang. Diese Spannung macht arg bang. Letzte Nacht ist es wieder geschehen. Den Tod in der Gasse hat Keiner gesehen. ———– Bernd Tunn – Tetje

Jetzt!

Jetzt!

Die Jacke enger gezogen atmet sie tief durch. Sie will gerade nur das. Der Wind steigert sich mahnend. Ob ein Regen kommt und ihre Sorgen wegschwemmt? Egal…dieser Augenblick genügt! Bernd Tunn – Tetje

Ein kühler Zug…

Ein kühler Zug…

Die schreibende Hand hält kurz inne das der Gedanke nicht verrinne. ————- Gedämpftes Licht scheint auf Zeilen. Bei mancher Szene muss er verweilen. ————- Ein kühler Zug weht durch den Raum. Der Schreiber spürt den Tod am Saum. Bernd Tunn – Tetje

Loslassen müssen!

Loslassen müssen!

Einfach gegangen. Fast ohne Grund. Offene Fragen. Gefühle wund. Kann nichts tun. Innerlich hohl. Betäubte Sinne. Nichts im Wohl. Erinnerung nah von geliebter Person. Wünscht sie wahr. Bilder der Lohn. Trauer dem Leben. Sterben dem Tod. Lassen müssen. Dinge in Not. Ernstes Verharren in eigener Stille. Persönliches Leid unter Gottes Wille. Bernd Tunn – Tetje