Monat: August 2019

Gehen!

Gehen!

Strengt sich an allein zu gehen. Erträgt Blind sein ohne Flehen. Will mehr tasten. Blaue Flecken. Familie sie liebend necken. Stehen zu ihr. Ist nie allein. Sie lernt weiter so zu sein. Bernd Tunn – Tetje

Erlebten die Stille!

Erlebten die Stille!

Hält ihn lange in ihrem Schmerz. Tränen tropfen tief in ihr Herz. Erleben die Stille. Schmiegen sich an. Gemüter erwarten das klare Wann. Letztes Streicheln für das gehende Leben. Gibt gerade nichts, nichts zu erstreben. Sagt leise Tschüß und sieht ihn an. Hofft ihn sehr in Gottes Hand. Bernd Tunn – Tetje

Nackt!

Nackt!

Hat so vieles. Glaubt sich reich. Will noch mehr. Möglichst gleich. Verprellt Andere mit seiner Sicht. Doch wenn er stirbt ist er in Pflicht. Ist ganz nackt wenn Gott in fragt: Hast du gefragt was Andere plagt? Bernd Tunn – Tetje

Mein Freund!

Mein Freund!

Ist mein Freund dieser Autist. Sieht Menschen ohne List. Wird gemieden. Lächelt dazu. Fordert gerne. Gibt sonst Ruh` Ist ein Lieber. Sieht man nicht. Wird gebremst von anderer Sicht. Nimmt die Zukunft wie ein Kind. Wozu planen für den Wind. Bernd Tunn – Tetje

Auf Steine gegangen…

Auf Steine gegangen…

Auf Steine gegangen. Wege gesucht. Bei den Schritten manches verflucht. Schönes gesehen. Ins Dunkel gelauscht. Am Rand gestanden. Nie abgerauscht. Oft verschätzt. Am Leben gelabt. Und immer neu tiefer geschabt. Bernd Tunn – Tetje

Stein auf Stein!

Stein auf Stein!

Die Mauer wächst Stein auf Stein. Teilt ein Land hart und gemein. Bewachte Grenze. Was geschieht? Ein Wurm durch Vertrautes sich zieht. Zeit macht träge. Der Macht Gewinn. Mauer zum Gucken. Fast aus dem Sinn. Bernd Tunn – Tetje

Wicht!

Wicht!

Mag die Kinder so sagt er. Sehr bekannt. Ist wohl wer. * Beim Streicheln geht er weit. Bei den Kindern wächst ein Leid. * Ein Kind redet. Kommt ans Licht. Der Vollzug macht ihn zum Wicht. * Schwer traktiert. Die Angst dazu. Erhängt am Gitter. Flucht zur Ruh` * Bernd Tunn – Tetje

Berühren mich…

Berühren mich…

Therapie zu Ende. Der Abschied nah. Geborgene Zeit mit fachlichem Rat. In diesem Haus viel geweint. Vergangene Dinge so nie gemeint. Sagen mir Tschüß. und drücken mich. Manche von ihnen räuspern sich. Wünschen Segen für Seele und Leben. Und die Freiheit neu zu streben. Bernd Tunn – Tetje

Der Tag beginnt!

Der Tag beginnt!

Leben ist endlich. Nicht seine Sicht. Erlebt den Tag nur in Pflicht. Der Tag beginnt wie er es denkt. Er selber noch Geschicke lenkt. Ahnt so nichts. Schicksal schlägt. Hoffen nun sein Leben prägt. Bernd Tunn – Tetje