Monat: Januar 2020

Sternenkind…

Sternenkind…

Fühlte es sterben in ihrem Bauch. Gespannte Zeit. Nichts mehr Brauch. Dann war es da, lieblich und tot. Ein Sternenkind wird große Not. Wo warst Du Gott? Verzweifelt gerufen. Eltern können nichts mehr einstufen. Bernd Tunn – Tetje

Stille…

Stille…

Sie mag Stille. Hält das aus. Beim Lauten ballt die Faust. Sitzt gerne, auch allein. Macht dann zu. Nichts soll rein. Sieht gern Bilder. Natur beschenkt. Passt zur Ruhe die gerade lenkt. Bernd Tunn – Tetje

Zeriss das Ufer…

Zeriss das Ufer…

Lebten am Fluss. Begradigten ihn. Natur hat das nicht verziehn. Schiffe besuchten ihre Stadt. Weiter Weg vom Meereswatt. Regnete Wochen. Sturm kam auf. Der Fluss stieg so aus seinem Lauf. Zerriss das Ufer. Machte sich breit. Wuchs zum See und brachte Leid. Bernd Tunn – Tetje

Suche!

Suche!

Suchte Tiefen im Lebenssinn. Manchen Thesen gab er sich hin. Werte Gottes nicht geschätzt. Sich lieber oft anders vernetzt. Kreuz Christi ihn ermahnte. Weckte in ihm was er ahnte. ….. Bernd Tunn – Tetje

Dunkle Zelle!

Dunkle Zelle!

In dunkler Zelle fleht er zu Gott. Die Wärter still. Ohne Spott. In Frühe sterben. Gesetzes Laut. Der Tod wartet. Morgen graut. Bernd Tunn – Tetje

Tief…

Tief…

Wassermassen wie sie sind. Treiben träge mit dem Wind. Launisch oft ziehen sie hin. Ihre Farben ohne Sinn. Sind so tief vom Spiegel aus, Manches Schicksal hier ein Graus. Bernd Tunn – Tetje

Dunkles Fenster…

Dunkles Fenster…

Dunkles Fenster, Die Türen zu. Toter drüben liegt zur Ruh` Will keiner rein. Er war zu schlecht. Drehte sich alles zu seinem Recht. Nur die Frau betet für ihn. Sie selber hat ihm längst verzieh`n Bernd Tunn – Tetje

Tod am Saum…

Tod am Saum…

Schreibende Hand hält kurz inne. Damit Gedanke nicht verrinne. Gedämpftes Licht scheint auf Zeilen. Manche Szene zum verweilen. Kaltes weht durch den Raum. Schreiber spürt den Tod am Saum. Bernd Tunn – Tetje

Verlust!

Verlust!

Liegt noch wach. Feuchtes Gesicht. Ihr Gewissen trägt Gewicht. Nur nicht denken an ein Bild. Was nur tun? Gefühle jagen wild. Eingriff erfolgt. Sich überwunden. Nur noch sie und neue Wunden. Bernd Tunn – Tetje

Wochen gegangen…

Wochen gegangen…

Wochen gegangen. Frostig und kalt. Kämpfte verzweifelt mit der Gewalt. Überall Schnee. Grelles Weiß. Geht die Richtung wie er es weiß. Sieht sein Haus. Kräfte versagen. Am anderen Tag ist er zu beklagen. Ein Hügel hebt sich schlicht ab. Die im Haus ahnen sein Grab. Bernd Tunn – Tetje