Kategorie: Lyrik

Ihr Tanz!

Ihr Tanz!

Seine Freundin sitzt am Bett. Gut geschminkt und wirkt nett. Lieblingslied leise läuft. Not hat sich so sehr gehäuft. Hilft ihm hoch. Ein letztesmal. Tanzen sanft in ihrer Qual. Als sie geht ists friedvoll still. Abschied haucht den Keiner will. Bernd Tunn – Tetje

Unter den Bäumen…

Unter den Bäumen…

Unter den Bäumen begraben ihr Kind. Stätte gestreichelt vom sanften Wind. Friedlich bestattet vor kurzer Zeit. Eltern und Freunde ergehen im Leid. Bleibt das Tschüß. Natur deckt zu. Mit Vogelgesang zur ewigen Ruh` Bernd Tunn – Tetje

Stiller Schrei!

Stiller Schrei!

Wirken freundlich mit dem Kind. Kaum zu ahnen wie sie sind. Blaue Flecken zeigen was. Keiner hört das bitte lass. Eltern schlagen. Kind schreit nicht. Hat ehr Tränen im Gesicht. Liebt sie doch. Versteht das nicht. Trägt die Last aus seiner Sicht. Bernd Tunn – Tetje

Stak der Geher!

Stak der Geher!

Steinstak führt weit hinaus. Oft begangen mit der Faust. Meer spiegelt ein Bereit aufzunehmen in den Leid. Wolken treiben, richten nicht. Hier hat Anderes mehr Gewicht. Bernd Tunn – Tetje

Aus dem Dunkel…

Aus dem Dunkel…

Aus dem Dunkel was gehört. Ein Geräusch das arg stört. Augen funkeln. Abwehrstock. Wirft ihn hin wo was hockt. Hört es Fauchen. Schatten flieht. Huscht vorbei. Furchtgebiet. Bernd Tunn – Tetje

Vom Palast…

Vom Palast…

Vom Palast die Macht regiert. Volk gepresst das verliert. Es steht auf und wird Täter. Jagen nun die “ Veräter“ Irgendwo hinterm Tor findet es Regenten vor. Hängen sie wie paar Bündel. Noch gejagt werden Mündel. Was ist Recht und was nicht? Denker still die in Pflicht. Bernd Tunn – Tetje

Manches dort…

Manches dort…

Streift umher. Fühlt die Wut. Ihm geht es so nicht gut. Lebt im Heim im Irgendwo. Manches dort ist ziemlich roh. Wie schon oft wird er gesucht. Hat mal wieder die Eltern verflucht. — Bernd Tunn – Tetje

Halte sie…

Halte sie…

Ich halte sie in den Stunden. Bin ihr nah. Macht mir Wunden. Schwache Hände ertasten meine. Sie spürt schon das ich weine. Augen kämpfen mich zu sehen. Ihr so sanft die Sinne gehen. Haucht etwas. Nicht nur so. Letzter Satz: Werde froh! Bernd Tunn – Tetje

Ab ins Bett!

Ab ins Bett!

Mögen sich die alten Leute. Ein Glas Wein, nicht nur Heute. Ist schon spät, Schlafenszeit. Ab ins Bett das so breit. Halten sich, schmunzeln dann. Zu mir, zu Dir? Bleiben dran. Bernd Tunn – Tetje

Gaukelglück!

Gaukelglück!

Kleines Zimmer, Vorhang vor. Summt etwas ins eigene Ohr. Die junge Frau ganz still sitzt. Beim ritzen stark verschwitzt. Befriedigt sich Im Gaukelglück. Gibt gerade kein zurück. Die Wunden soll Keiner sehen. Auch nicht das stille Flehen. Bernd Tunn – Tetje