Gaukelglück!

Gaukelglück!

Kleines Zimmer, Vorhang vor. Summt etwas ins eigene Ohr. Die junge Frau ganz still sitzt. Beim ritzen stark verschwitzt. Befriedigt sich Im Gaukelglück. Gibt gerade kein zurück. Die Wunden soll Keiner sehen. Auch nicht das stille Flehen. Bernd Tunn – Tetje

Ehren!

Ehren!

Schwören sich, sich zu ehren. Wollen so gern manches wehren. Doch in Jahren, die Liebe weicht. fällt das Ehren nicht mehr leicht. Sie ehren sich aus ihrer Sicht. Oft mit Tränen im Gesicht. Bernd Tunn – Tetje

Die kleine Kapelle!

Die kleine Kapelle!

Schattig Dunkel in dem Raum. Sie setzte sich. Gott am Saum. Lauschte still dieser Ruhe. Und sah eine Grabestruhe. Jemand wohl hier Ruhe fand. Geschichte an dem Seitenrand. Das Kreuz vorn Versöhnungsgesten. Weist auf etwas für den Nächsten. Die Tür ächzte als sie ging. Ein tiefer Friede an ihr hing. Bernd Tunn – Tetje

Jugendschiff!

Jugendschiff!

Schiffer heißt sie Willkommen, Jugendlichen die beklommen. Erleben etwas Anderes hier. Dürfen denken nach Manier. Ein Verlust im jungen Leben stoppte Zeit für sich zustreben. Manche Träne tropft im Leid, denn das Fühlen ist bereit. Bernd Tunn – Tetje

Weit, weit raus!

Weit, weit raus!

Marodes Schiff vor dem Aus. Will damit nochmal raus. Mündung gähnt. Sicht ist frei. Auf dem Meer nichts einerlei. Immer weiter. Dem Reiz erlegen. Naturlaune hält dagegen. Schmaler Strich, der Küstenstreifen. Das Meer beginnt los zu keifen. Ein Stück Schiff mit Namen drauf, treibt dahin im Gezeitenlauf. Bernd Tunn – Tetje

Trotz der Zwänge!

Trotz der Zwänge!

Streicheln sich mit Zitterhände. Ihre Gesten sprechen Bände. Ernstes Schauen in die Augen. Blicke die zur Liebe taugen. Nicht so wichtig hohes Alter. Trotz der Zwänge noch Gestalter. Bernd Tunn – Tetje

Nach langer Zeit…

Nach langer Zeit…

Kind liegt schwer. Fahrrad verbogen. Alle schreien. Alltag verschoben. Der kleine Körper abtransportiert. Mutter flehend die Sinne verliert. Der Fahrer weint. Fällt in ein Loch. Für sie alle bleibt es ein Joch. Bernd Tunn – Tetje

Über das Knie…

Über das Knie…

Musste gehen. Küsst sein Kind. Die Eltern auseinander sind. Ist ein Säufer wie sie denken. Muss sich neu ins Leben lenken. Harte Zeit der Therapie. Verhalten kommt übers Knie. Viel geweint und begriffen, wie man steuert, auch in Riffen. Bernd Tunn – Tetje

Willkommen Krise!

Willkommen Krise!

Ist so schwer zu ertragen eine Zeit von guten Tagen. Stehen müde an der Wand. Ist so schläfrig in dem Land. Harte Themen munter auf. Willkommen Krise in den Lauf. Bernd Tunn – Tetje

Ein Volk steht auf!

Ein Volk steht auf!

Im Palast reagiert die Macht. Das Volk gepresst und verlacht. Sie stehen auf und jagen Verräter. Alles Andere wollen sie später. Nach einer Zeit hinter dem Tor winselt der König Leuten in,s Ohr. Wird gehängt als ein Bündel. Noch gejagt werden die Mündel.